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Selbstverteidigung mit Thilo

Dies war bereits der zweite Selbstverteidigungskurs und es kamen doch einige Leute zusammen, darunter auch ein “Nicht-Karateka”, der aber genauso gut wie alle anderen mit den Übungen zurecht kam. Man sieht also Karate ist nicht unbedingt Voraussetzung um sich selbst verteidigen zu können.

 


 

Das zunächst auf vier Stunden angesetzte Treffen geriet doch etwas länger, denn die Übungen gelangen selten beim ersten Versuch so dass Thilo immer wieder rumging und ein paar Feinheiten zeigte. Auch der sog. Bullring war zwar zeitintensiv aber eine hervorragende Möglichkeit zu zeigen ob man in der Lage ist sich zu wehren. Beim Bullring steht der Angegriffene in der Mitte und die Angreifer laufen in einem engen Kreis um ihn herum. Zuvor erhielt jeder eine Nummer und wenn diese ausgerufen wird, greift er den in der Mitte stehenden an. Dieser soll sich nun so schnell und entschieden wie möglich wehren und aus einer Umklammerung oder Griff befreien. Dabei ist es wichtig eine kontrollierte Aggressivität zu zeigen, denn auch wenn es nur zur Übung ist, will man ja in der Lage sein sich zu verteidigen wenn man nicht darauf vorbereitet ist und sich wirklich in Gefahr befindet. Deshalb war nicht das vorrangigste Ziel die geübte Technik anzuwenden, sondern sich wie auch immer zu befreien, Hauptsache es funktioniert. Das einzige, was nicht erlaubt war, war aufgeben, denn dann ist man sofort verloren.

Angefangen haben wir mit Handgelenkshebeln. Dass diese funktionieren merkte man sobald man nicht in der “glücklichen” Lage war angegriffen zu werden, sondern selber den Arm des Partners festhalten musste. Dieser konnte einen nun mit einer kleinen Bewegung schmerzhaft in die Knie zwingen, wenn er sie denn richtig ausführte. An der Effektivität zweifelte keiner, aber im Bullring wurde der Hebel eher selten verwendet, weil es intuitiv einfacher war den Arm auf andere Weise herauszuwinden. Viel mehr Verwendung fanden die Techniken zur Befreiung aus einer Umklammerung, da man diese wirklich erst lösen musste, indem man den Gegner erst “lockerte”, wie Thilo es so schön nannte, und dann den Befreiungsschlag ausführte.

Außerdem übten wir wie man sich gegen eine Messerattacke wehren sollte, möglichst ohne gleich in die Klinge zu rennen. Außerdem wie man am Boden liegend einen von oben Würgenden geschickt durch Bodenkampftechniken die dem Jiu-Jitsu entnommen sind außer Gefecht setzt. Will man alles korrekt ausführen, so ist viel Übung notwendig, denn das Wissen wie es funktioniert ist noch lange keine angewendete Technik. Deshalb werde ich beim nächsten Selbstverteidigungslehrgang mit Sicherheit wieder teilnehmen. Schon Bekanntes wird wiederholt und Neues gelernt.

Daniel